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Dunfermline Abbey und Palace: Grab von Robert the Bruce

Dunfermline Abbey und Palace: Grab von Robert the Bruce

Dunfermline Abbey in Fife wurde 1070 von Königin Margaret als erstes Benediktinerkloster Schottlands gegründet und war über 250 Jahre das Mausoleum der Canmore-Dynastie. Hier ruhen Margaret, David I. und Robert the Bruce, im Palast kam 1600 Karl I. zur Welt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Dunfermline Abbey and Palace liegt mitten in Dunfermline, nur 0,2 Meilen vom Busbahnhof entfernt. Das Kirchenschiff König Davids I. ist ein Meisterwerk der Romanik, daneben steht die Abbey Church aus dem 19. Jahrhundert mit der Nachbildung des Bruce-Grabs, und im Gelände erheben sich die hohen Mauern des Refektoriums und des Palasts.

Dieser Ratgeber erklärt Gründung und Ausbau der Abtei, die Gräber der Könige, das verlorene Grab Robert the Bruces, den Palast der Anna von Dänemark sowie Zeiten, Zugang und Anreise. Auf der anderen Seite des Firth of Forth lohnt Edinburgh als Basis; in Fife selbst liegt auch Aberdour Castle.

LageSt Margaret’s Street, Dunfermline, KY12 7PE
Gründungum 1070 durch Königin Margaret, 1128 Abtei unter David I.
GräberMargaret, Malcolm III., David I. und Robert I.
Palastaus dem Gästehaus entstanden, 1600 Geburtsort Karls I.
ÖffnungszeitenApril bis September täglich 10 bis 16.30 Uhr, Oktober bis März Di bis Sa 10 bis 16 Uhr (Stand Oktober 2026)
Eintrittfrei, Spenden willkommen
ZugangPalastruine wegen Konservierung geschlossen, Kirchenschiff und Gelände offen

Wann und von wem wurde Dunfermline Abbey gegründet?

Um 1070 gründete Königin Margaret an dem Ort, an dem sie Malcolm III. geheiratet hatte, ein Kloster, das der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht war. Es war das erste Benediktinerkloster Schottlands, die ersten Mönche kamen aus Canterbury. Ausgrabungen im Jahr 1916 ergaben, dass die frühere Kirche rund 26 Meter lang war, mit einem Westturm, einem Schiff und einer östlichen Apsis; ihr Grundriss ähnelte angelsächsischen Kirchen.

1128 erhob David I. das Priorat zur Abtei und ließ eine neue Kirche in großem Maßstab bauen, die zwischen 1128 und 1150 entstand. Das gewaltige Kirchenschiff steht bis heute unter Dach. Die romanischen Pfeiler ähneln denen der Kathedrale von Durham, und David I. holte im 12. Jahrhundert Steinmetze aus Durham; wahrscheinlich haben dieselben Hände auch hier gearbeitet. Das Schiff ist das beeindruckendste Beispiel romanischer Baukunst in Schottland.

Im Jahr 1303 beschädigte Edward I. die Abtei schwer, Robert I. finanzierte den Wiederaufbau. Das Refektorium der Mönche, um 1329 neu gebaut, war der eindrucksvollste Neubau; seine Süd- und Westmauer stehen bis zur vollen Höhe. Der Bau spiegelt das Selbstvertrauen eines Königs, der sein Reich festigte. Das Torhaus aus dem 15. Jahrhundert steht über dem Haupteingang des Klosterbezirks, an der Südwestecke des Refektoriums.

Romanisches Kirchenschiff mit Zickzack-Säulen

Wer liegt in der Abtei begraben?

Die Abteikirche ist das Mausoleum von Margaret, die später heiliggesprochen wurde, von David I. und von Robert I. Auch Malcolm III. wird unter der Kirche vermutet. Mehr als 250 Jahre lang war die Abtei die Grabstätte der Canmore-Dynastie; nach 1371 wählten die Stewarts andere Begräbnisstätten.

Die Gebeine der heiligen Margaret wurden 1250 in einen prächtigen Schrein am Ostende der Kirche überführt. Östlich der Pfarrkirche liegen heute die unteren Mauern der Schreinkapelle, die nach Margarets Heiligsprechung für ihre Gebeine und die Malcolms gebaut wurde; zwei dunkelgraue Steinblöcke bezeichnen ihr Grab. Am Sockel des Schreins kannst du im Marmor versteinerte Krebstiere suchen.

Robert I. wurde 1329 vor dem Hochaltar beigesetzt. Sein Herz entnahm man und nahm es auf einen Kreuzzug mit, später wurde es in der Melrose Abbey begraben.

Was geschah mit dem Grab von Robert the Bruce?

Das prächtige Grabmal wurde in der Reformation zerstört, wie alle königlichen Gräber der Abtei. Erst 1817 wurden Gebeine und Fragmente gefunden, 1818 grub man sie aus. Bruces Skelett wurde unter der Abbey Church wieder beigesetzt, das Grab versiegelte man mit einer dicken Schicht aus geschmolzenem Bitumen, um es vor Störungen zu schützen. Eine Messingtafel des 19. Jahrhunderts in der Kirche erinnert daran.

Die erhaltenen 19 Fragmente liegen in National Museums Scotland, Abbotsford House, dem Hunterian Museum und dem Museum von Dunfermline. Sie wurden per Laser gescannt und im 3D-Druck für die Forschung nachgebildet. Ab 2013 entstand in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Centre for Digital Documentation and Visualisation ein Rekonstruktionsmodell, das sich weitgehend auf erhaltene zeitgenössische französische Königsgräber stützt. Es zeigt eine große Liegefigur oben auf dem Grabmal und acht Figuren unter Bögen. Das digitale Modell im halben Maßstab wurde am 26. April 2019 vorgestellt und steht dauerhaft in der Abbey Church.

Zum 750. Geburtstag Bruces im Jahr 2024 wurde in der Abtei eine 3D-Gesichtsrekonstruktion von ihm gezeigt. Eines der Buntglasfenster in der Abbey Church zeigt Robert I., die heilige Margaret, Malcolm Canmore und William Wallace.

Was ist vom Palast erhalten?

Das Gästehaus der Abtei, südwestlich des äußeren Hofes, entstand etwa zur selben Zeit wie das Refektorium. Um 1500 wurde es für Jakob IV. erweitert, im 16. Jahrhundert für Jakob V. umgebaut. Um 1589 richtete man es als Palast für Anna von Dänemark ein, die Frau Jakobs VI.; nach der Reformation entstand so ein stattlicher Palast mit dem Gästehaus im Kern. Hier kam 1600 Karl I. zur Welt, der letzte in Schottland geborene Monarch.

1603 verließen Jakob und Anna Schottland nach London, der Palast verfiel. Heute ist die Ruine wegen Konservierungsarbeiten geschlossen. 2025 untersuchte man das Mauerwerk vom Seil aus und von einer 73 Meter hohen Hubarbeitsbühne; der etwa 40 Meter hohe Turm gehörte zu den höchsten Bauten, die dabei geprüft wurden. Nach der Reformation 1560 wurde das Kirchenschiff zur Pfarrkirche; 1818 ersetzte eine von William Burn entworfene neue Pfarrkirche den eingestürzten Ostteil.

Ruine des königlichen Palasts neben der Abtei

Was liegt noch zur Abtei?

Südlich der Kirche liegen die unteren Geschosse von Schlafsaal und Latrinentrakt, wahrscheinlich aus dem späten 13. Jahrhundert. Nordwestlich der Kirche steht eine mittelalterliche Mauer mit fünf Strebepfeilern. Zur Abtei gehörten bis zum 16. Jahrhundert drei Mühlen, die Wasserläufe wie The Lead und den Tower Burn nutzten; seit 2017 gehören auch die Heugh Mills und Reste im Pittencrieff Glen zum geschützten Bereich.

Unter dem Boden liegt noch mehr: Unter dem Kirchenschiff haben sich die Fundamente früher Kirchen erhalten, möglicherweise Reste aus dem 10. Jahrhundert. Nördlich des geschützten Bereichs fand man im Garten von Abbot House gut erhaltene mittelalterliche Bestattungen. Im 17. Jahrhundert stand außerdem westlich der Abtei ein Queen’s House.

Wer weitere Abteien in Schottland besuchen möchte, findet im Beitrag Jedburgh Abbey eine fast vollständige Abteikirche in den Borders. Königliche Wurzeln der Stewarts zeigt Linlithgow Palace.

Wann ist geöffnet, und was ist zugänglich?

Vom 1. April bis 30. September ist die Abtei täglich von 10 bis 16.30 Uhr geöffnet. Vom 1. Oktober bis 31. März gilt Dienstag bis Samstag von 10 bis 16 Uhr; montags und sonntags ist geschlossen. Der letzte Einlass ist im Sommer 30 Minuten, im Winter 45 Minuten vor Schluss. Vom 25. Dezember bis 4. Januar bleibt die Abtei zu. Für 2026 sind einzelne Schließzeiten der Abbey Church angekündigt, etwa am 16. und 30. Oktober am Vormittag bis 14.15 Uhr und am 12. November Öffnung erst ab 13.30 Uhr; das Kirchenschiff bleibt an den beiden Oktober-Tagen offen.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Besucher mit Behinderung zahlen den normalen Tarif, bis zu zwei Begleitpersonen kommen frei hinein. Die Abtei hat einen Shop und ein Besucherzentrum, aber keine eigenen Toiletten; Toiletten, behindertengerechte Toiletten und eine Changing-Places-Toilette liegen 100 Meter entfernt in der Carnegie Library. Hunde sind im Freien willkommen.

Das Kirchenschiff erreichst du über den Friedhof auf Asphaltwegen; drei steile Steinstufen führen zur Tür, für stufenlosen Zugang rufst du vorher an. Der Boden besteht aus historischen Steinplatten, die Beleuchtung ist teils schwach. Die Abbey Church ist hell und überwiegend eben, der barrierefreie Eingang liegt an der Nordostseite. Für den Zugang kannst du das Torhaus an der Südseite über einen Holzsteg oder die Südwesttür nutzen.

Wie komme ich nach Dunfermline Abbey?

Die Abtei liegt etwa 0,2 Meilen vom Busbahnhof und 0,5 Meilen vom Bahnhof Dunfermline City. Einen Besucherparkplatz gibt es nicht; zum Absetzen kann man nahe am Eingang halten, öffentliche Parkplätze an der Straße liegen etwa 100 Meter vom Eingang des Kirchenschiffs entfernt ohne Behindertenstellplätze. Die nächsten Fahrradständer stehen an der Carnegie Library.

Hinweise zu Linksverkehr und Mietwagen findest du im Beitrag Mietwagen in Schottland, weitere Ziele in Fife bei St Andrews.

Wann wurde Dunfermline Abbey gegründet?

Um 1070 durch Königin Margaret als erstes Benediktinerkloster Schottlands; 1128 erhob David I. es zur Abtei.

Wer ist in Dunfermline Abbey begraben?

Die heilige Margaret, David I. und Robert I. (Robert the Bruce); sein Herz liegt in der Melrose Abbey.

Wer wurde im Palast geboren?

Karl I. kam 1600 hier zur Welt, der letzte in Schottland geborene Monarch.

Was kostet der Eintritt?

Nichts; der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen (Stand Oktober 2026).

Ist der Palast offen?

Nein, die Palastruine ist wegen Konservierungsarbeiten geschlossen; Kirchenschiff und Gelände sind offen.

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