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Blair Castle in Perthshire: Schloss & Atholl Highlanders

Blair Castle in Perthshire: Schloss & Atholl Highlanders

Blair Castle bei Blair Atholl in Highland Perthshire ist seit dem Jahr 1269 belegt und war über 19 Generationen Sitz der Stewarts und Murrays of Atholl. Es zeigt Prunkräume in 30 Zimmern, den neun Acres großen Hercules Garden und die Atholl Highlanders, die einzige Privatarmee Europas. Derzeit geschlossen, Wiedereröffnung am 23. März 2027.

Blair Castle liegt etwa sieben Meilen nordwestlich von Pitlochry und ist das Stammhaus der Herzöge von Atholl, des Clans Murray. Hier trifft Burggeschichte auf georgianische Innenräume, Gärten, Rotwild und eine private Leibgarde, die seit Jahrhunderten Paraden abhält. Dieser Ratgeber folgt den Angaben von Atholl Estates, erklärt, was du in dem Schloss siehst, und nennt Anreise und Regeln.

Blair Castle passt als Station auf eine Rundreise durch Perthshire und liegt an der Straße Richtung Cairngorms.

LageBlair Atholl, Pitlochry, Perthshire, PH18 5TL, rund 7 Meilen nordwestlich von Pitlochry
Älteste BausubstanzComyn’s Tower von 1269
Räume30 Zimmer zu besichtigen, Entrance Hall, Dining Room, Drawing Room, Tapestry Room, Ballroom
GärtenHercules Garden (9 Acres, RHS Partner Garden), Skulpturenpfad, Diana’s Grove
BesonderheitAtholl Highlanders, einzige verbliebene Privatarmee Europas
Saisonderzeit geschlossen, Wiedereröffnung 23. März 2027
AnreiseBahnhof Blair Atholl rund 15 Minuten zu Fuß

Wie ist die Geschichte von Blair Castle?

Atholl Estates beschreibt die Burg als Geschichte von 19 Generationen: Die Stewarts und Murrays of Atholl haben auf Gewinner und Verlierer gesetzt, gewonnen und verloren und alle ihre Spuren am Schloss hinterlassen. Die Erzählung reicht von Mary, Queen of Scots über den Bürgerkrieg, die Union von 1707 und die Jakobiten bis zur Schlacht von Culloden und zu Queen Victorias Begeisterung für die Highlands.

  • Mittelalter: Der älteste bekannte Teil der Burg stammt aus dem Jahr 1269 und heißt Comyn’s Tower. Der 3. Earl fügte 1530 einen Anbau hinzu, die Great Hall, die heute der Dining Room ist, über gewölbten Kammern.
  • Georgianische Zeit: 1740 begann der 2. Duke, die mittelalterliche Burg in ein georgianisches Haus zu verwandeln, das den größten Teil des heutigen Grundrisses einnimmt. Er ließ Thomas Clayton die Räume mit einem der schönsten Stuckwerke Schottlands schmücken.
  • Viktorianische Zeit: Der 7. Duke ließ durch die Edinburgher Architekten David Bryce und William Burn in den 1860er und 1870er Jahren die Fassade umbauen. Zinnen und Türme, die man in georgianischer Zeit entfernt hatte, kehrten zurück, eine neue Eingangshalle und ein Ballsaal entstanden, und Bäder, Telefon und Gas hielten Einzug. Im Ersten Weltkrieg diente das Schloss als Hilfslazarett, und ab 1922 lebte die Familie in den Privaträumen.
  • Gegenwart: Für das neue Jahrtausend errichteten die Architekten Jamie Troughton und Hugh Broughton die Banvie Hall, eine Ausstellungshalle. Außerdem wurde das Wasserkraftwerk von 1908 wieder in Betrieb genommen, das das Schloss mit Strom versorgt.

Was sehe ich im Inneren von Blair Castle?

Die Besucher laufen durch 30 Räume, die laut Betreiber mit Möbeln, Waffen, Porzellan, Spitze und Porträts Geschichte der Familie Atholl erzählen. Wenige Herzöge unternahmen die Grand Tour, daher stammt die Sammlung eher aus dem Alltag auf dem Schloss als aus Mitbringseln. Besonders sehenswert:

  • Entrance Hall: 1872 vom 7. Duke bei David Bryce in Auftrag gegeben; Waffen wie Targes (Schilde) und Musketen aus der Schlacht von Culloden.
  • Dining Room: aus der Great Hall des 16. Jahrhunderts vom 2. Duke umgebaut; Claytons Stuck.
  • Drawing Room: Die Decke gehört zu den schönsten Schottlands; es gibt Louis-XVI-Sessel und Sofas von Chipchase mit Stickereien der 3. Duchess.
  • Tapestry Room: Mortlake-Wandteppiche, die König Charles I. gehörten, von Cromwell nach der Hinrichtung verkauft und in Paris wiederentdeckt wurden; der 1. Duke kaufte sie. Dazu kommt das große William-and-Mary-Staatsbett mit Seide der Hugenotten von Spitalfields, das der 1. Duke aus dem Holyrood Palace mitbrachte, wo er als Lord Privy Seal eine Wohnung hatte, bis man ihn wegen seines Widerstands gegen die Act of Union unter Hausarrest heimschickte.
  • Ballroom: Von David Bryce für die Atholl Highlanders entworfen. Der berühmte Geiger Niel Gow stand den Herzögen 2 bis 4 nahe; sein Porträt von Sir Henry Raeburn, sein Stuhl und seine Geige stehen auf der Bühne. Hier finden Highland-Bälle, Hochzeiten und der Jahresball der Atholl Highlanders statt.

Welche Gärten und Anlagen gibt es?

Der Hercules Garden ist ein ummauerter Garten von neun Acres, der nach dem Originaldesign aus georgianischer Zeit wiederhergestellt wurde. Seinen Namen trägt er nach der lebensgroßen Hercules-Statue. Es gibt Teiche, ein Gartenhaus (Folly), eine chinesische Brücke und einen Obstgarten mit über 100 Obstbäumen. Im Sommer glänzen die Staudenrabatten an der 275 Meter langen Südmauer. Eine 45-minütige Audiotour ist über das Smartphone-Browserfenster möglich. Der Garten ist RHS Partner Garden, RHS-Mitglieder haben im Garten freien Eintritt an Mittwochen und Freitagen von 1. April bis 30. Oktober von 10 bis 17 Uhr (letzter Einlass 15:45 Uhr).

Der Skulpturenpfad verbindet zeitgenössische und Skulpturen des 18. Jahrhunderts durch Garten und Gelände. In Diana’s Grove, einem zwei Acres kleinen Waldstück neben der Burg, stehen einige der höchsten Bäume des Landes; der Banvie Burn wird dort von zwei Brücken aus dem 18. Jahrhundert gekreuzt und führt zu den Ruinen der St Bride’s Kirk mit keltischen Ursprüngen. Nach der nahen Schlacht von Killiecrankie 1689 wurde hier Viscount Dundee (John Graham of Claverhouse, „Bonnie Dundee“) bestattet. Im Red Deer Park nahe der Banvie Hall gibt es an Wochenenden um 12:30 und 14:30 Uhr Fütterungen (Zeiten können sich ändern). Für Kinder gibt es einen Abenteuerspielplatz im Wald mit Parcours, Holzburg und überdachtem Picknickplatz.

Was sind die Atholl Highlanders?

Die Atholl Highlanders sind ein schottisches zeremonielles Infanterieregiment und die einzige verbliebene Privatarmee Europas. Sie dienen als persönliche Leibwache des Duke of Atholl, des Chiefs des Clans Murray, der seit rund 750 Jahren in Perthshire ansässig ist. Wer beitreten will, braucht eine Einladung des Dukes, der Menschen mit Verbindung zum Gut oder zur Region auswählt. Das Regiment gehört nicht zur britischen Armee, sondern untersteht dem Duke und ist in Blair Castle stationiert.

Die wichtigsten Daten: 1777 stellte John Murray, 4. Duke of Atholl, das Regiment als 77th Regiment of Foot auf. 1839 formierte George Murray, 6. Duke, es als private Leibgarde neu und nahm es zum Eglinton-Turnier mit. 1842 eskortierte es Queen Victoria auf ihrer Perthshire-Reise, und 1844, als die Queen als Gast des Dukes im Schloss wohnte, hielt es die Wache während des gesamten Aufenthalts. Nach 1933 ruhte das Regiment, bis Iain Murray, 10. Duke, es 1966 neu aufstellte; am 8. April 1966 paradierte es erstmals seit 33 Jahren. 1973 marschierte es beim Braemar Gathering vor 23.000 Zuschauern. 1984 kehrte auch der Atholl Gathering zurück, die Highland Games, die zuletzt 1913 auf Blair Castle stattfanden. Sie finden jährlich am Sonntag nach der Parade statt, normalerweise am letzten Mai-Wochenende. Mehr zu den Spielen steht im Ratgeber Highland Games.

Nach dem Tod des 10. Dukes 1996 befürchtete man, das Regiment würde aufgelöst. Sein Nachfolger John Murray, 11. Duke of Atholl, nahm die traditionelle Rolle jedoch an und kam, obwohl in Südafrika lebend, fast jedes Jahr zur Parade.

Was muss ich bei einem Besuch beachten?

Tickets gibt es online im Voraus oder an der Kasse (nur Karte), dort etwas teurer. Du kannst dein Haus-und-Garten-Ticket kostenlos in eine Jahresmitgliedschaft umwandeln. Hunde (außer Assistenzhunde) dürfen nicht ins Schloss und ins Tullibardine Restaurant, aber in Gärten und Gelände an der Leine. Im Schloss gibt es einen Giftshop, im Tullibardine Restaurant Essen. Für Gäste, die keine Treppen steigen können oder wollen, gibt es einen audiovisuellen Raum im Erdgeschoss, und der Betreiber stellt einen Access Guide bereit. Für Familien gibt es neben dem Spielplatz die Möglichkeit, im Ballsaal Kostüme für eine Schlacht anzuziehen.

Wie komme ich nach Blair Castle?

Blair Castle liegt rund sieben Meilen nordwestlich von Pitlochry. Mit der Bahn fährst du bis Blair Atholl; vom Bahnhof gehst du nach rechts und erreichst nach etwa 15 Minuten zu Fuß die Zufahrt zum Schloss. Es gibt Busse ab Inverness, Glasgow und Edinburgh; lokale Linien von Elizabeth Yule Transport verbinden Pitlochry und das House of Bruar montags bis samstags mit dem Parkplatz des Schlosses, sonntags hält der Bus am Atholl Arms Hotel in Blair Atholl, 15 Minuten zu Fuß entfernt. Zu Fahrzeiten und Linksverkehr siehe unseren Beitrag Mietwagen in Schottland, und zum Gesamtbild der Region die Cairngorms.

Wann hat Blair Castle geöffnet?

Das Schloss ist derzeit geschlossen und öffnet am 23. März 2027 wieder. Die aktuellen Tage und Zeiten stehen auf der Seite von Atholl Estates.

Was sind die Atholl Highlanders?

Ein zeremonielles Regiment und die einzige verbliebene Privatarmee Europas, Leibwache des Duke of Atholl, nicht Teil der britischen Armee.

Darf ich mit Hund ins Schloss?

Nein, nur Assistenzhunde. In den Gärten und im Gelände sind Hunde an der Leine willkommen.

Wie viele Zimmer kann ich besichtigen?

Laut Betreiber sind es 30 Räume mit Möbeln, Waffen, Porzellan, Spitze und Porträts.

Wann ist der Atholl Gathering?

Jährlich am Sonntag nach der Parade der Atholl Highlanders, normalerweise am letzten Wochenende im Mai.

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