Die North Coast 500 ist Schottlands berühmteste Rundreise: eine rund 830 Kilometer lange Panoramaroute, die ab Inverness die wilden nördlichen Highlands umrundet. Einsame Single-Track-Straßen, türkisfarbene Buchten, Berge, Burgen und Whisky-Destillerien machen die „NC500“ zu einem der spektakulärsten Roadtrips Europas – am besten in fünf bis sieben Tagen.
Sie gilt als die „Route 66 Schottlands“: die North Coast 500, kurz NC500. Auf rund 830 Kilometern führt die 2015 ins Leben gerufene Rundstrecke ab Inverness durch die entlegensten und schönsten Winkel der nördlichen Highlands – die Westküste hinauf, entlang der wilden Nordküste und die Ostküste wieder zurück. Kaum eine andere Strecke bündelt so viele Highland-Träume: schroffe Berge, einsame Single-Track-Straßen, weiße Sandstrände, Klippen, Wasserfälle, Burgen und Destillerien. Die NC500 hat den Norden Schottlands weltberühmt gemacht und zu einem der begehrtesten Roadtrips überhaupt. Als Herzstück der schottischen Rundreisen verlangt sie etwas Planung – belohnt dafür aber mit Landschaften, die man so schnell nicht vergisst.
| Länge | ca. 830 km Rundkurs |
|---|---|
| Start / Ziel | Inverness (Schloss als offizieller Startpunkt) |
| Empfohlene Dauer | 5 bis 7 Tage, besser mehr |
| Fahrtrichtung | meist im Uhrzeigersinn (erst Westküste) |
| Straßen | viele Single-Track-Roads mit Passing Places |
| Beste Reisezeit | Mai/Juni und September; Hochsommer sehr voll |
Fragen, die wir beantworten
Aktuelle Angebote für die NC500
Was ist die North Coast 500?
Die North Coast 500 ist kein einzelner Highway, sondern eine zusammengestellte Rundroute, die bestehende Straßen der nördlichen Highlands zu einem Panorama-Rundkurs verbindet. Ihren Namen verdankt sie der Länge von etwa 500 Meilen (rund 830 Kilometer) und dem gemeinsamen Start- und Zielpunkt am Inverness Castle. Seit ihrer Vermarktung 2015 hat sie sich zu einem weltweiten Phänomen entwickelt und Regionen belebt, die zuvor kaum touristisch erschlossen waren. Die Route führt durch dünn besiedeltes Land, in dem Schafe und Rothirsche oft häufiger sind als Menschen, vorbei an einigen der ältesten Gesteinsformationen Europas. Wichtig zu verstehen: Die NC500 ist ein Erlebnis der Langsamkeit. Wer sie im Eiltempo abfährt, verpasst ihren eigentlichen Reiz – nämlich die unzähligen Abstecher, Aussichtspunkte und Begegnungen am Wegesrand. Sie ist ein Bindeglied vieler Landschaften der schottischen Regionen & Highlands.
Wie verläuft die Route und welche Etappen gibt es?
Die meisten Reisenden fahren die NC500 im Uhrzeigersinn, also von Inverness zuerst an die spektakuläre Westküste. Von dort geht es über Applecross mit der berüchtigten Passstraße Bealach na Bà hinauf nach Torridon, Gairloch und Ullapool, vorbei an den bizarren Bergen von Assynt. Der Norden bringt einsame Küsten, weiße Strände und die Nordspitze bei Durness und John o’ Groats. Die Ostküste führt schließlich gemächlicher durch Caithness und Sutherland mit Burgen und Destillerien zurück nach Inverness. Sinnvolle Tagesetappen führen etwa von Inverness nach Applecross oder Torridon, weiter nach Ullapool, dann nach Durness, entlang der Nordküste nach Thurso und schließlich die Ostküste zurück. Jede Etappe hat ihren eigenen Charakter – die Westküste gilt als landschaftlich dramatischster Abschnitt. Wer weitere Routenideen sucht, findet sie im Hub Rundreisen.
Welche Highlights darf ich unterwegs nicht verpassen?
Die NC500 ist eine Perlenkette von Höhepunkten. An der Westküste locken die Applecross-Passstraße Bealach na Bà, eine der höchsten und kurvenreichsten Straßen Großbritanniens, die Berge von Torridon und Assynt sowie die weißen Sandbuchten von Gairloch. Im Norden begeistern die Smoo Cave bei Durness, die endlosen Strände von Sango Bay und der raue Charme von Cape Wrath. An der Ostküste warten die eindrucksvolle Dunrobin Castle, die Klippen und Wasserfälle von Caithness sowie mehrere Whisky-Destillerien. Unterwegs sieht man mit etwas Glück Rothirsche, Seeadler und Delfine. Weil die Dichte an Sehenswürdigkeiten so hoch ist, lohnt es sich, Prioritäten zu setzen und lieber weniger, dafür intensiver zu erleben. Wer Burgen liebt, findet weitere im Hub Sehenswürdigkeiten.
Wie plane ich die NC500 richtig?
Der häufigste Fehler ist, zu wenig Zeit einzuplanen. Rein fahrerisch ließe sich die Runde in drei Tagen bewältigen – doch das würde ihrem Reiz nicht gerecht. Realistisch sind fünf bis sieben Tage, besser mehr, um Abstecher, Wanderungen und spontane Stopps zu genießen. Weil die Region dünn besiedelt ist, sind Unterkünfte im Sommer knapp und schnell ausgebucht; frühzeitiges Reservieren ist unerlässlich. Ein Mietwagen oder Camper ist die typische Wahl, wobei Wohnmobile auf den schmalen Straßen besondere Rücksicht verlangen. Plane die Tankstopps sorgfältig, denn zwischen den Ortschaften können viele Kilometer ohne Zapfsäule liegen. Nützlich sind Offline-Karten, da das Mobilnetz stellenweise ausfällt. Wer entspannt reist, verteilt die Fahrstrecken so, dass genügend Zeit für Landschaft und Pausen bleibt. Ausführliche Hinweise zu Mietwagen, Übernachtung und Budget bündelt der Hub Reiseplanung.
Worauf muss ich beim Fahren achten?
Große Teile der NC500 verlaufen über Single-Track-Roads, schmale einspurige Straßen mit regelmäßigen Ausweichbuchten, den Passing Places. Die wichtigste Regel: Kommt dir ein Fahrzeug entgegen, hältst du in der nächsten Bucht auf deiner Seite oder wartest gegenüber – die Buchten dienen dem Ausweichen, nicht dem Parken oder Fotografieren. Lass schnellere Fahrzeuge und Einheimische überholen, denn viele Menschen leben und arbeiten hier. In Großbritannien herrscht Linksverkehr, was gerade auf kurvigen Strecken Konzentration verlangt. Fahre vorausschauend, rechne mit Schafen und Rothirschen auf der Fahrbahn und passe das Tempo den Bedingungen an. Nachts können Tiere und fehlende Beleuchtung zur Gefahr werden. Mit Rücksicht, Geduld und Freude am langsamen Reisen wird die NC500 zum Genuss. Wer sich zuvor mit den Highland-Straßen vertraut machen will, findet Tipps zum Fahren und Linksverkehr im Hub Reiseplanung.
Wann ist die beste Reisezeit für die NC500?
Die ideale Zeit für die North Coast 500 liegt im späten Frühling (Mai/Juni) und im September. Dann sind die Tage lang, das Wetter vergleichsweise stabil und die berüchtigten Midges weniger aktiv als im Hochsommer. Der Juli und August bringen das wärmste Wetter, aber auch den größten Andrang, volle Straßen und knappe Unterkünfte. Wer Ruhe sucht, meidet die Hauptsaison. Im Winter ist die Route zwar landschaftlich reizvoll und bietet Chancen auf Nordlichter, doch kurze Tage, Kälte und teils gesperrte Passstraßen wie der Bealach na Bà machen sie deutlich anspruchsvoller. Zu jeder Jahreszeit gilt: Das Wetter im Norden ist extrem wechselhaft, und Wind sowie Regen können jederzeit auftreten. Flexible Planung und wetterfeste Ausrüstung sind daher entscheidend. Weitere saisonale Hinweise findest du im Hub Reiseplanung.
Wie kombiniere ich die NC500 mit anderen Highlights?
Weil die NC500 in Inverness beginnt und endet, lässt sie sich hervorragend mit weiteren Schottland-Höhepunkten verbinden. Vor dem Start bietet sich ein Besuch des nahen Loch Ness mit Urquhart Castle an. Viele Reisende koppeln die Route auch mit einem Abstecher auf die Isle of Skye oder in die westlichen Highlands rund um Ben Nevis und Glen Coe. Wer die klassische Reise plant, startet oft in Edinburgh, fährt über Loch Ness nach Inverness und schließt dort die NC500 an. So entsteht aus mehreren Bausteinen die perfekte, große Schottland-Runde. Weitere Kombinationsideen und ausgearbeitete Routen findest du im Hub Rundreisen.
Wie viele Tage braucht man für die NC500?
Empfehlenswert sind fünf bis sieben Tage, besser mehr. Rein fahrerisch ginge es schneller, doch die vielen Abstecher, Wanderungen und Fotostopps machen den eigentlichen Reiz aus.
In welche Richtung sollte man fahren?
Die meisten fahren im Uhrzeigersinn und beginnen mit der landschaftlich dramatischsten Westküste. Beide Richtungen sind möglich; im Uhrzeigersinn liegt man auf den schmalen Straßen der Westküste jedoch günstiger.
Sind die Single-Track-Straßen schwierig zu fahren?
Mit etwas Übung nicht. Wichtig ist, in den Passing Places auszuweichen statt dort zu parken, schnellere Fahrzeuge vorbeizulassen und den Linksverkehr sowie Tiere auf der Straße zu beachten.
Muss man Unterkünfte im Voraus buchen?
Ja, unbedingt. Die Region ist dünn besiedelt und in der Hauptsaison schnell ausgebucht. Frühzeitiges Reservieren von Hotels, B&Bs oder Campingplätzen ist auf der NC500 dringend zu empfehlen.
Plane deinen NC500-Roadtrip
Von der Route über Etappen und Unterkünfte bis zum Fahren auf Single-Track-Straßen – wir helfen dir, den Traum-Roadtrip durch Schottlands Norden vorzubereiten.
Verbinde die North Coast 500 mit dem Loch Ness, der Isle of Skye oder dem höchsten Berg Großbritanniens, dem Ben Nevis. Zurück zur Übersicht der Rundreisen.