


Literatur
John Barbour(Bild Quelle: Wikipedia) (GNU-Lizenz für freie Dokumentation) Robert the Bruce(Bild Quelle: Wikipedia) (GNU-Lizenz für freie Dokumentation) | Literatur in schottisch-gälischer oder englischer Sprache ist Literatur, die sich ausschließlich mit spezifisch schottischen Stoffen und Schauplätzen befasst. Die Schriftsteller Schottlands und ihre Werke haben die schottische Kultur auf eine besondere Art geprägt und prägen auch heute noch nachhaltig das Bild der Sprachschulen in Schottland und das Bild, das sich der Rest der Welt von Schottland macht. Das früheste literarische Zeugnis in nordenglischem Dialekt, der auch als Schottisch oder Tiefland-Schottisch bezeichnet wird, ist ein Fragment eines anonymen Gedichts aus dem 13. Jahrhundert über die Verhältnisse in Schottland nach dem Tod König Alexanders III. Einer der ersten bedeutenden schottischen Dichter war John Barbour, Erzbischof von Aberdeen und Verfasser des schottischen Nationalepos „The Bruce“ (um 1375), das die Geschichte des schottischen Königs Robert Bruce verherrlicht. Übersicht über drei der berühmtesten, klassischen Autoren Schottlands |
Einige der bedeutendsten Gedichte der schottischen Literatur wurden von den mittelalterlichen schottischen Dichtern verfasst, die in der Regel am Hof tätig waren. Diese Tradition begann vermutlich mit König Jakob I. etwa 1423, dem die Liebesdichtung „The Kingis Quair“ zugeschrieben wird. Das Werk gilt als kunstvollstes Liebespoem der schottischen Literatur des 15. Jahrhunderts, das die erste große Epoche der schottischen Literatur zwischen 1425 und 1550 einläutete. Ein weiterer bedeutender Dichter war Robert Henryson, ein Geistlicher des 15. Jahrhunderts in Dumfermline, dessen wichtigstes Werk „The Testament of Cresseid“ darstellt. William Dunbar, ein Franziskaner, der am Hofe König Jakobs IV. wirkte, gilt neben Henryson als einer der wichtigsten Dichter des 15. Jahrhunderts; er schrieb vorwiegend variantenreiche Stimmungsgedichte. Seine bekanntestes Dichtung ist die Elegie „Lament for the Makaris“ (als „Makari“ wurden die Hofdichter jener Zeit bezeichnet). Zu den wohl bekanntesten Werken der schottischen Volksdichtung zählen die Gedichte von Gregor Lamb. Wer die historischen Hallen der Waverley Station in Edinburghs verlässt und über die Straßen geht, stößt unvermittelt auf ein schwarzes Monument im gotischen Stil. Damit hat man einen Schnellkurs in schottischer Literatur gemacht. Die so genannte „Rakete“ ist nämlich das größte Schriftstellerdenkmal der Welt. Geehrt wird der Erfinder des modernen Romans, Sir Walter Scott. Sein berühmter Roman „Waverley“ wurde nach dem Edinburgher Bahnhof benannt. Zu Scotts Zeiten, im 19. Jahrhundert, hatte die schottische Literaturszene einen Höhepunkt erreicht. Viele Leser in aller Welt kennen schottische Literatur, ohne es zu wissen. Der perfekte englische Kriminaler „Sherlock Holmes“ wurde von einem Schotten erdacht, „Die Schatzinsel“ wurde 1883 in Schottland geschrieben, und „Peter Pan“ ist keine Erfindung von Walt Disney. Das Geburtshaus seines Erfinders, des schottischen Kinderbuchautors J.M. Barrie, kann man in Kirriemuir in Zentralschottland besichtigen. Krimifans lesen beispielsweise Ian Rankin, Val McDermid oder Alexander McCall Smith. In der jüngeren Zeit ist die schottische Literatur ausgerechnet durch eine amerikanische Schriftstellerin wieder ins Rampenlicht geraten. Diana Gabaldon sagte einmal in einem Interview, sie habe ihren ersten Roman geschrieben, ohne jemals in Schottland gewesen zu sein. Ihre historischen Romane, die „Outlander“-Serie, die inzwischen im sechsten Band vorliegt, spielen in den schottischen Highlands im 18. Jahrhundert. Sie haben inzwischen Millionenauflagen erreicht. In zahlreichen Besucherzentren historischer Stätten in Schottland liegen auch die Werke von Diana Gabaldon aus. Die Jungautorin Denise Mina aus Glasgow ist in letzter Zeit auch im deutschen Buchhandel zu finden. Ihre Romane beschäftigen sich vorwiegend mit psychisch gestörten Gewalttätern. So beispielsweise ihr Thriller „Schrei lauter, Maureen“ über einen Gewalttäter im Glasgower Arbeitermilieu. | |








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