


Landesnatur
![]() ![]() | Von den natürlichen Gegebenheiten her lässt sich Schottlands in das Hügelland im Süden und das Hochland im Norden sowie die Senke in der Landesmitte, den Central Lowlands, aufteilen. Das Bergland im Norden und Süden ist vorwiegend metamorphoses Faltengebirge. Die Pflanzenwelt Schottlands ist stark durch Niederschlag und Wind beeinflusst. Der Waldbestand ist gering. Vermutlich existierte an den Berghängen des westlichen Hochlands sowie auf den Orkney- und Shetland-Inseln nie Wald, während der geringe Bestand in Zentralschottland wahrscheinlich in der Frühzeit zu Besiedlungszwecken abgeholzt wurde. Ab den 1950er Jahren wurden einige Flächen wieder aufgeforstet. Der Höhenlage entsprechend gibt es Eichen im Tiefland. Die Grampian Mountains verfügen über Kiefern und Birken. Ab etwa 300 Meter Höhe gibt es im Westen Strauchheide und Hochmoor. Der Großteil des Weidelandes wird zur Schafzucht verwendet. Die typischen Nutztiere sind Schafe und Rinder, die ganzjährig im Freien weiden, außer bei extremen Wetterverhältnissen. Arktisch-alpines Grasland kommt ab 900 Meter Höhe in den Grampian Mountains und im nordwestlichen Hochland vor. Auf den Hebriden findet man ab 900 Meter Höhe mit Moosen und Flechten verwachsene Gesteinstrümmer vor. |
Die schottische Tierwelt ist relativ artenreich, was möglicherweise der dünnen Besiedlung des Landes zu verdanken ist. Heimische Tiere sind Rotwild, Füchse, Dachse, Hasen, Marder und Wildkatzen. Neben Singvögeln gibt es noch zahlreiche Bestände an Raub- und Greifvögeln und Seevögeln. Auf der Shetland Inselgruppe ist das weltberühmte Shetlandpony beheimatet. Seine Abstammung ist bei Fachleuten umstritten, da es aber nachweislich seit etwa 2.000 Jahren auf Shetland gehalten wird, gelten die Shetland-Inseln gemeinhin als sein Ursprungsgebiet. Heute ist es fast in aller Welt (in verschiedenen Züchtungen) verbreitet. Es gilt als besonders anspruchsloses und anpassungsfähiges Kleinpferd. Die Gewässer im ganzen Land, insbesondere in den Highlands, sind für ihren reichen Forellen- und Lachsbestand bekannt. An den meisten Seen kann man, meist gegen Gebühr, wunderbar in der einzigartigen Natur angeln. Die schottischen Küstengewässer sind reich an Lachsen, Heringen, Schollen, Delfinen und Kleinwalen. Ferner kommen mehrere Arten von Seehunden und Robben vor. Zu den Hauptattraktionen Schottlands zählt dann auch nicht ohne Grund die Tatsache, dass man an verschiedenen Küstenorten die Tiere beobachten kann. An der Westküste und rund um die Hebriden findet man viele Austern-, Hummer- und Muschelzuchtanstalten. Schottlands verfügt über herrliche landschaftliche Schönheiten, eine seltene Pflanzen- und Tierwelt, die teilweise unter Naturschutz gestellt sind. Die schottischen Landschaften bilden die Hauptattraktionen für den Tourismus. | |









