21. November 2017 |
 
 

Melrose Abbey



Eine der berühmtesten Ruinen Schottlands wurde als Abtei von David I. im Jahr 1136 für die Zisterzienser gegründet.

Kloster Melrose in Südschottland

Melrose Abbey

Melrose Abbey
photo credit: Karen V Bryan via photopin cc

Bis zum Jahr 1200 wurden immer wieder neue Gebäudeteile zur ursprünglichen Abtei hinzugefügt. Schottische Könige wie Alexander II. fanden im Kloster Melrose ihre letzte Ruhestätte. Auf dem Gelände soll außerdem das einbalsamierte Herz von Robert the Bruce vergraben sein. In der Ruine spukt es selbstverständlich. Kein Wunder, wurde in der Abtei doch auch noch ein Steinsarg entdeckt, der dem Magier Michael Scotus gehören soll.

Geschichte

Um die Abtei herum wuchs im Laufe der Jahre eine Stadt, Melrose. 1322 wurden große Teile der Abtei zerstört, als Edward II. von England die Stadt angriff. Mit der Hilfe von Robert the Bruce wurde das Kloster wieder aufgebaut.

1385 wurde Melrose Abbey von der Armee Richards II. von England in Brand gesteckt und fast völlig zerstört. Der Wiederaufbau dauerte die folgenden 100 Jahre an.

Schließlich trug die Abtei 1544 so schwere Schäden davon, als sie erneut von den Engländern angegriffen wurde, dass sie in der Folge aufgegeben wurde. Das Kloster wurde nie vollständig restauriert.

Besichtigungen

Bei Ausgrabungen wurden viele Gegenstände gefunden, die man heute in einer Ausstellung besichtigen kann. Sie zeugen von den harten Kämpfen, die in diesem Grenzgebiet zwischen den Schotten und den Briten stattgefunden haben.

Viele Besucher reisen mit Spezialkameras, Büchern und Landkarten hierher, um Gespenster zu sichten. Der Besuch lohnt sich allemal, auch wenn auf dem Friedhof der Melrose Abbey bisher noch kein Toter vor Publikum aus dem Grab gestiegen ist. Der Eintritt beträgt 4,50 GBP für die Besichtigung der Kirche, des Klosters und des Museums.