20. September 2017 |
 
 

Robert Burns



Der schottische Nationaldichter Robert Burns (1759-1796)

Lebenslauf

Robert BurnsBurns wurde am 25. Januar 1759 in dem Weiler Alloway in der Nähe von Ayr als ältestes von sieben Kindern geboren. Die Eltern stammten ursprünglich aus dem Norden, flohen aber in den Nachwehen des Jakobiten-Aufstands gen Süden, zuerst nach Edinburgh und schließlich nach Ayr, wo der Vater dann als Gärtner beschäftigt war.

Erstlingswerk & Lieder

Von einer kleinen Gartenhütte, in der Burns aufwuchs, zog die Familie später auf einen Bauernhof um. Dort schrieb der Dichter mit „Handsome Nell“ sein erstes Werk. Es folgten zahlreiche Verse für Musikkompositionen, alle auf der Grundlage wohlbekannter Melodien jener Zeit. Bis zu seinem Tod sollte der Dichter mit Vorliebe Liedertexte verfassen.

Clubs & Freimaurer

1777 zog die Familie Burns wieder um, auf einen anderen nahe gelegenen Bauernhof. Dort gründete der Dichter den „Tarbolton Bachelors’ Club“, eine Debattiergesellschaft für Männer. Dieser Club gilt heute als Vorläufer oder Prototyp der zahlreichen Burns-Clubs, die es heute überall in der Welt gibt. 1780 lernte er Mitglieder der örtlichen Freimaurer kennen. Die Freimaurerei sollte sein weiteres Leben und Werken stark beeinflussen. Sie half ihm auch auf der Leiter der literarischen Karriere nach oben.

Schrifstellerischer Erfolg

Den Tod seines Vaters im Jahr 1784 musste er als Befreiung empfunden haben, denn ab dann entstand der Großteil seiner Gedichte innerhalb nur eines Jahres. Auch in anderen Beziehungen schien es das Jahr seiner Freiheit gewesen zu sein. Nachdem 1785 die Tochter eines Freimaurers von ihm schwanger wurde, während er eine Affäre mit einer Melkerin der berühmt berüchtigten Hochländer Familie Campbell hatte, entschloss er sich kurzerhand, nach Jamaika auszuwandern. Um das Geld für die Schiffsüberfahrt aufzubringen, verkaufte er den Großteil seiner Gedichte, meist im schottischen Dialekt geschrieben. Der sofortige, unerwartete Erfolg dieser Werke brachte ihn von seinem Auswanderungsvorhaben ab. Er ließ sich in Edinburgh nieder, bemühte sich um ein geregeltes Einkommen und erhielt eine Stelle im Staatsdienst. 1791 ließ er sich in Dumfries nieder, wo er im Juli 1796 starb. In der Stadt ist ihm zu Ehren das Robert Burns Centre eröffnet worden, außerdem kann man das Wohnhaus des schottischen Nationaldichters besichtigen.